Ein Beitrag von Dekanin Klusmann

Ein Beitrag von Dekanin Klusmann

by admin, 4. August 2015

Für die Zukunft bauen wir…

Ich träume von einer Kirche, die schnörkellos und klar ist. Von Menschen, die dort gerne zusammen kommen, zum Feiern und Beten, zum Danken und Klagen. Ein Ort des Lachens und der Freude, Platz für Traurigkeit und Gemeinschaft. Ein Ort für Glaubende und nicht Glaubende. KlangRaum, StilleRaum, StärkungsRaum und BegegnungsRaum. Ein Ort für Musik und Gesang. Ein Raum, der etwas ausstrahlt von der Liebe und Wärme, in dessen Namen wir zusammen kommen – Sonntag für Sonntag.

Unsere Kirche ist das Stein gewordene Bild unserer Gemeinde – und es ist mir ein Anliegen, dass dort nicht die Farbe abblättert und die Feuchtigkeit die Mauern hochkriecht. Unsere Kinder sollen einen Ort haben, der Ihnen zum Zuhause wird, in dem sie sich wohl fühlen. Und unsere Stadt soll einen Ort haben für Kultur und Begegnung. Ein Ort auch, der für alle Menschen zugänglich ist und auch gehbehinderten Menschen und den Zugang ermöglicht.

2017, dem 500. Geburtstag der Reformation wird unsere Kirche 150 Jahre alt. Wie viele Gebete und Gesänge haben diese Steine in den 150 Jahren schon gehört, wie viele Menschen sind dort ein und aus gegangen, wie viele Kinder sind dort getauft, wie viele Paare getraut worden und wie oft haben Menschen dort in der Trauer Trost gefunden, wie viele Flüchtlinge Heimat gefunden? Wie oft wurde das Wort Gottes verkündet, wie oft „Friede auf Erden!“ und „Fürchtet euch nicht!“ den Menschen zugesprochen?

„Werte erhalten und Neues gestalten“ so ein Motto unseres Sanierungsprojektes der Auferstehungskirche in Überlingen. Wir möchten bewahren, nicht konservieren, neu gestalten und lieb gewordenes erhalten. Unser Gesicht in dieser Stadt wird sich verändern, neu werden, so wie Kirche sich immer verändert hat. „Ecclesia semper reformanda“ – das gilt nicht nur für Formen und Inhalte, das gilt auch für das äußere Erscheinungsbild. Das Wesentliche aber bleibt gleich: Gottes Wort, dass dort verkündet wird und Menschen, die zusammenkommen zum Hören und Loben, zum Singen und Beten.

Dieser Tage haben wir unsere große Spendenaktion gestartet, in der wir um Unterstützung für dieses Bauprojekt bitten – und ich bin sicher, dass es gelingen wird unser Ziel zu erreichen. Zum Wohle der Menschen in dieser Stadt und Gemeinde. Und ich danke allen, die in den letzten Jahren und Monaten mitgeholfen haben: mit Ihrer Spenden oder mit Ihrem großen ehrenamtlichen Engagement! Das es so viele Menschen gibt, die sich anstecken lassen von einem Traum von Kirche ist eine wunderbare Erfahrung.

Regine Klusmann

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